30.06.2014

    Kooperationsvertrag AG Radfernweg Thüringer Städtekette

    Seit 2007 arbeiten Tourismusexperten und Infrastrukturplaner aus zwölf Thüringer Städten und Landkreisen am Projekt Radfernweg Thüringer Städtekette. Mit einem Altenburger Kreistagsbeschluss konnte nun die letzte Unterschrift unter den Kooperationsvertrag aller Partner gesetzt werden. Dies stellt das Projekt auf „offizielle“ Füße,  freut sich Dr. Carmen Hildebrandt, die die Runde der Macher seit Beginn leitet, – wohl auch so manches Mal - antreibt  und mit Projekten ihrer Stadt unterstützt. Denn Carmen Hildebrandt ist die Geschäftsführerin der Erfurt Tourismus und Marketing GmbH. Sie war lange Jahre Vorsitzende des Vereins Thüringer Städtetourismus e.V., der die Idee eines Radweges über 225 km, quer durch Thüringen von Eisenach bis Altenburg mit geboren hat. Die bisherige Arbeitskonstellation basierte auf Ehrenamt und freiwilligen Leistungen und war für ein dauerhaftes Agieren in Zeiten knapper Haushaltskassen zu empfindlich geworden. Im Kooperationsvertrag verpflichten sich die Partner zu einem gemeinsamen Produkt.

    In einer Arbeitsgruppe wurde die Beschilderung entlang des Weges geplant und organsiert. Ein gemeinsam getragenes nationales und internationales Marketing wird in zwei jährlichen Sitzungen abgesprochen. Die moderaten Beiträge von 1.450 € für Landkreise und 1.650 € für Städte finanzieren einen Marketingetat von knapp 25.000 €, mit dem sich dann schon etwas machen lässt, betont Carmen Hildebrandt. Eine eigene dreisprachige Internetseite, umfassendes Prospektmaterial zu Sehenswürdigkeiten und Unterkünften in zwei Sprachen, Pressearbeit und Messebesuche. Der Städtekette-Radweg wirbt für Thüringen zum Beispiel in der Schweiz und in den Niederlanden, zwei Märkten in den  die Besucher Kultur und Natur schon immer verbinden. Dafür ist die Strecke eine Steilvorlage. Die bekannten Zielorte wie Eisenach, Weimar und Erfurt ziehen die kleineren Orte an der Perlenschnur der historischen Thüringer Städte quasi mit. Landschaften, die im touristischen Marketing eine eher untergeordnete Rolle spielen, wie das Saale-Holzland oder das Altenburger Land sind plötzlich idyllische Entdeckungen. Auf 225 km warten Weltkulturerbe und Dorfkirche gleichermaßen und gleichberechtigt auf den Besucher. So ist der Erfolg der Route, die in den vergangenen Jahren schnell die Leiter der beliebtesten deutschen Radstrecken erklommen, mit jährlichen Wachstumsraten zu beobachten. 

    Regelmäßige Befahrungen, Infotafeln und ständiges Arbeiten an der Optimierung der Streckenführung sichern die wichtige Qualität.

    Eine wirkliche Konkurrenz gibt es zur Thüringer Idee nicht, denn die meisten Radwege führen entlang bekannter Flüsse. So wie auch in Thüringen, wo die Städtekette die Radwege an der Saale, Werra, Unstrut und Ilm schneidet. Das ist positiv, finden die Touristiker und  bewerben sich gegenseitig mit, denn so mancher Gast wünscht Rundrouten, oder einfach einen Abstecher. Die Thüringer Städtekette versteht sich dann als eine Art Wirbelsäule des Landes.

    Über 30 nationale und internationale Radtourismusanbieter haben den Radfernweg Thüringer Städtekette im Programm. Erfurt und Altenburg bieten gemeinsam ein Paket mit Gepäckbeförderung für alle Partner an und organisieren je eine Hälfte des Weges.  Ganz erstaunlich finden die Thüringer, dass vor allem Niederländer Thüringen auf dem Weg von Amsterdam bis Prag durchqueren, denn die Städtekette ist ein Teil der Deutschlandroute 4, die in Aachen beginnt und über 1000 km nach Zittau führt.

    Damit der Radfernweg Thüringer Städtekette sich auch in den kommenden Jahren gut entwickeln kann, setzen die Macher auf das langsame Verschwinden des politischen Kirchturmdenkens. Sie sind sich sicher: Thüringen braucht regional übergreifende Produkte, bei denen aber nicht im Voraus vorhersehbar ist, wie der direkte Nutzen für eine Gebietskörperschaft sein wird. Jeder ist nur ein Teil eines Ganzen und muss eben auch einmal für den Erfolg des Nachbarn mit aufkommen können und wollen. Am Ende profitieren alle und so wundert es nicht, dass man in Amsterdam plötzlich weiss, wo Altenburg liegt.

    Pressekontakt:

    Altenburger Tourismus GmbH
    im Auftrag des Fremdenverkehrsverbandes Altenburger Land e.V.
    Ansprechpartner: Geschäftsführerin Christine Büring
    Telefon:  03447/ 51 28 01 
    Fax:       03447/ 51 99 94 
    Email:     info@altenburg-tourismus.de
    Internet: www.altenburg-tourismus.de

     


    Download Pressemitteilung
    2014-06-30_PM_Kooperationsvereinbarung_AG_01.pdf


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